Altertum

Einer der Gebiete der modernen Zivilisation ist Karabach in Aserbaidschan. Der Grund hierfür ist, dass das Gebiet für die Menschen passend war. Archäologische Ausgrabungen in der Gegend haben gezeigt, dass die Menschen in Karabach mit Kreativität viele Kulturwerke erschaffen haben, unter anderem auch architektonische Gebäude.

Nach archäologischen Ausgrabungen in der Region Karabach wurde die Azıh-Höhle entdeckt, wo die frühesten Menschen aus der paläolithischen Periode lebten. In der Höhle wurden Knochen, Werkzeuge und Bauten festgestellt. Diese Bauten sind höchstwahrscheinlich die frühesten der Menschheit.
In den als Siedlungen benutzten Höhlen wurden die vorderen und seitlichen Wände, dann die hinteren verwendet. Die Errichtung von Mauern entwickelte die Baukultur der Menschen, weshalb überirdische Bauten entstanden.
Gebäude, die ihren Ursprung in der Höhle haben, hatten eine weite historische Entwicklung und wurde in der Geschichte der Architektur als „Karadan“ bezeichnet. Da die Gebiete in Aserbaidschan natürliche geographische Umstände und Klimabedingungen haben, wurden diese Gebäude den klimatischen Bedingungen angepasst und hatte unterschiedliche Planungs- und Architekturvielfalt. Hier wurden auch Haustiere gehalten. Gemäß historischen Aufzeichnungen wurden in Karabach diese Gebäude bis Anfang des XX. Jahrhunderts verwendet.
Während der Zeit des Islams und in späteren Zeiten spielten die in Aserbaidschan errichteten albanischen Bauten eine wichtige Rolle. Darunter befinden sich in Bergkarabach, Ortschaft Hocavend, Dorf Karakend die Alban-Kirche (I. Jh.), im Dorf Sos (IV. Jh.), İatsi (4 Tempel aus dem V, VII und VIII Jahrhundert), Dorf Tagaverd (675), Güneyçartar (1236) albanische Tempel, in der Ortschaft Ağdere Aterk (V. Jh.), Kolatağ (614), Koçoqot (672, 698), in den Dörfern Dostahir (713), Kasapet (718), Çaldıran (XII. Jh.), ferner in anderen Gebieten von Ober-Karabach in den Dörfern Susanlıq (IV-VI Jh.), Vanq (IX. Jh.), Traxtik (1094), Tsakuri (1131), Memmedadzor (1147), Tuğ (1197), in der Ortschaft Esgeran in den Dörfern Şuşikend (905), Çanaqçı (1065 ve 1100), Xaçmaç (1100), Xantsk ( 1122), Xındırıstan (1202) albanische Tempel bis in unsere Zeit überdauert.
Die Prüfung historischer Befunde legt dar, dass vor Christus in der Region Karabach türkische und albanische Stämme lebten, die sich mit Tierzucht und Kunst beschäftigen. Herodot und andere antike Historiker geben hierzu sehr viele Informationen.
In der Region Karabach begann Anfang des IV. Jh. v. Chr. unter Einwirkung des byzantinischen Reiches im Kaukasus sich das Christentum auszubreiten und wurde zur öffentlichen Religion des kaukasischen Albaniens. Deshalb wurden hier Kirchen, Tempel in christlicher Architektur errichtet. Nachdem die Araber im VII. Jh. das kaukasische Albanien eingenommen hatten, versuchten sie unter den albanischen Stämmen den Islam zu verbreiten. Die Aufstände gegen die islamischen Besetzer wurden die Kirchen und Tempel in Albanien zerstört. In den 1940er Jahren haben Archäologen während des Baus des Wasserkraftwerks Mingeçevir Ruinen von albanischen Tempeln entdeckt. Trotz des ausgeübten Drucks und der Verfolgung haben sich nicht alle zum Islam bekehren lassen. Einige albanische Stämme, vor allem die in Karabach blieben dem Christentum treu. Auch wenn einige christliche Bauwerke der albanischen Christen in Karabach Menschen ohne Kenntnisse über die Region eigenartig erscheint, sind diese ein Teil unserer nationalen Kultur. Das Hocavend-Kloster in Kelbecer (VI-VII Jahrhundert), das Ağoğlan-Kloster in der Ortschaft Laçin (IX Jahrhundert), das Amaras-Kloster (IV-IX-XII Jahrhundertda), das Kloster des heiligen Elysee-Tempels (V-XIV Jahrhundert) können als Beispiele aufgezählt werden. Den Wissenschaftler zufolge, die lange Jahre die Architektur der Denkmäler im kaukasischen Albanien erforschten, sind aufgrund der Charakteristik und architektonischen Planung von der armenischen religiösen Architektur völlig unterschiedlich.
Im kaukasischen Albanien, in Ober- und Unter-Karabach sind viele Werke aus der christlichen Epoche vorhanden. Diese Werke stammen vor der Bekehrung der Aserbaidschaner zum Islam, d. h. vor dem VII. Jh., im XII-XIII Jahrhundert -während der Renaissance. Viele dieser Denkmäler befinden sich am Ufer des Terter-Flusses. Auch das heilige Yenisey-Kloster gehört dazu. Auch die Bezeichnung dieses Klosters hängt mit der albanischen Geschichte unmittelbar zusammen. Dieses Kloster war damals der Grab des albanischen Zaren Vaçaqa III., wurde später von den Armeniern zerstört und woanders hingebracht.
Ein anderes Denkmal ist das heilige Jakob-Kloster. Dies ist eines der gut erhaltenen Kloster in Karabach aus dem IV-VI. Jahrhundert m. Chr. Es hängt mit der Geschichte Albaniens in engem Zusammenhang. Ein anderes albanisches Denkmal ist das Hudavenk genannt. Armenische Forscher haben den Namen geändert und es als „Xotovanq“ bezeichnet. Doch das Fundament dieses Denkmals wurde im I. Jh. n. Chr. gelegt. In albanischen Quellen hat es eine wichtige Rolle. Neben diesem Denkmal ist das Amares-Kloster vorhanden. All diese hängen unmittelbar mit der albanischen Geschichte zusammen. Leiter befinden sich auch diese unter feindlicher Besetzung.

Mittelalter

En de des VII. Jahrhunderts wurde der südliche Teil Aserbaidschans ein Teil des arabischen Kalifats, der nördliche Bereich unter deren Kontrolle. Im Land breitete sich eine neue Religion aus – Islam. Ein Großteil der Bevölkerung hat diese Religion angenommen, die wenigsten behielten das Christentum. Der armenische Khalif İlya Abdulmelike berichtet, dass die christlichen Albaner in Aserbaidschan einen Aufstand gegen diesen planen und als Preis im Jahr 705 befahl Kalif Alban Apostol die Untergebung der autokephalen Kirche an die armenische Gregorianische Kirche. Danach begann in den Bergregionen von Karabach die Formatierung der konfessionellen Armenier.

In Aserbaidschan begann mit der Annahme des Islams eine neue Epoche. Das Zentrum des Kalifats im Norden war Karabach (Stadt Berde). Ab dem VIII. Jh. blieb die Entwicklung des christlichen Architektur stehen und der Bau der Gebäude gemäß der moslemischen Bauweise fortgeführt.
Die Entstehung der Architektur gemäß dem Islam wurde in keinem Fall ein Hindernis für die Entwicklung anderer architektonischer Bauweise. Nachforschungen zeigen, dass in aserbaidschanischen Städten neben Moscheen auch albanische Kloster bewahrt wurden. In diesem Zusammenhang gibt es genügend Angaben in den arabischen und persischen Quellen des Mittelalters. Dies wurde in der Konkurrenz des Islams gegen die monotheistischen Religionen möglich und aus diesem Grund wurden die Denkmäler dieser Religionen bewahrt. Zweitens waren diese Denkmäler ein Erbe der einheimischen Bevölkerung, die im IV Jahrhundert christlich, ab Mitte des VII. Jahrhunderts islamisch waren. Ein gutes Beispiel hierfür sind die albanischen Tempel, deren Beispiele in Karabach bewahrt werden.
Die Intensivierung des Kalifats sowohl im Mittleren Osten, als auch in Aserbaidschan und Karabach, führte dazu, dass neue Arten von Städten und Moscheen errichtet wurden. die archäologischen Ausgrabungen in Karabach bestätigen die hohe Anzahl.
In der Bauweise der Ortschaften in Karabach wie Ağdere, Kelbecer, Hocavend, Şuşa, Hankendi, Terter, Fuzuli, Cebrail, Ağca, Laçin, Kelbecer und Zengilan finden sich die Strukturen der nationalen und ideologischen Kunst.
In arabischen Quellen wird von schönen Gebäuden in der Stadt Berde berichtet, mit roten Ziegeln und Dächern. Es muss hier betont werden, dass diese Bauweise im moslemischen Soten anzutreffen ist. Im XI.-XII. Jahrhundert war während der Verbreitung der Şirvan-Abşeron und Nachitschewan-Marağa Schulen auch die Architekturschule von Karabach aktiv. Und dies stellt die Entwicklung der aserbaidschanischen Architektur im Mittelalter dar.
In der Ortschaft Fuzuli gibt sind die Bauwerke Şeyh Yakup Tempel (XII Jh.), im Dorf Koç Ahmet Freitag-Moschee, im Dorf Ahmetteller Hacı Alesker-Moschee, Mir Ali-Moschee (XIV Jh.) und Tempel aus dem XIV. Jh., von Scheich İbrahim (XVII Jh.), Ahmed Sultan Celal (XIX Jh..), in Horadizde – die Freitagmoschee, in Bergkarabach – Eskeran-Burg, der Hankendi-Tempel, in der Ortschaft Cebrail – „Mädchenburg“, in Ağdam der 12-eckige Tempel, in der Näher des Dorfes Haçin-Turbatlı die Şahbulak-Burg, Şahbulak-Moschee, die Freitagmoschee von Ağdam, Tempel von Khan Penah-Ali und dessen Söhne, der Hamam im Dorf Abdal-Gülablı (XX Jh.), in der Ortschaft Berde – Ehsedem baba-Tempel (XIV), İmamzade-Moschee (XIX), Behmen Mirza-Moschee; in Şuşa’da – der achteckige Tempel, die Penahabad-Burg (Şuşa), Natavans Haus, die Mamayı-Moschee, die Meşedi Şükür Mirsiyab Karawanserei-Moschee, Culfalar-Moschee, Hacı Yusifli, Saatli, Yukarı Gövherağa, Aşağı Gövherağa (XIX), Haus des Khans, das Gymnasium; in der Region Laçin – Karasakkal-Tempel, Sultan baba, Scheich Ahmet , Sarı Aşık (XV), in den Dörfern Çimli und Kuşçu – Kinderburg, der große Brunnen (XV Jh.); in Ağcabedi – die Bayat-Burg (XVIII Jh.), Hamse Soltan Palast- wichtige kulturelle Bauwerke. Viele dieser Bauwerke wurden während der Besetzung Armeniens vernichtet.
In den Schriften des Mittelalters sind Informationen über Burgen, Paläste und andere Bauwerke in der Region Karabach berichtet. Der arabische Reisende aus dem XIII. Jh. Yakut el-Hemevi schreibt in seinem Werk „Mücam el-buldan“, dass in der Stadt Berde Gebäde aus gebrannten Ziegelsteinen und Steinen waren und gibt Informationen über die Burgen İzz, Şamhor, Kazanc. Ihm nach bedeutet das Wort „Kazanc“ eine Stelle zum Verstecken. Der Reisende des XIII. Jh. Hamdullah Kazvini bezeichnet in seinem Werk „Nüzhet el-kulûb“ die Region zwischen Kür und Aras als „Aran“. Im Werk wird dargelegt, dass die Stadt Berde vor Ch. durch den Großen Alexander errichtet wurde. Später ließ der Scheich der Sasani Qubad bin Firuz viele Bauwerke errichten. Informationen über die Hudaferi-Brücken sind interessant. Er schrieb, dass die Brücke über dem Fluss Aras in der Nähe von Zengilan (elf Bögen) im Jahr 636 durch den nahen bekannten des Propheten Mohammed, Berk bin Abdullah errichtet wurde. Aus diesem Grund wird diese „Hudaferin“, also von „Allah erschaffen“ bezeichnet. Die Brücke mit fünfzehn Bögen wurde in der Nähe des Handelsweges Karkar durch Diya el-Mülk Naxçıvani errichtet. Der arabische Reisende aus dem IX. Jahrhundert İbn Hordadbeh schrieb in seinem Werk „Straßen und Länder“, dass die Städte Berde und Beylegan mit Mauern aus Ziegelsteinen umgrenzt waren.

XVIII-XIX. Jahrhundert

Im XVIII-XIX Jahrhundert wurde die Architektur von Karabach in zweierlei Hinsicht und der Einwirkung der europäischen Architektur entwickelt. Die Bauwerke der Meister von Karabach wurden gemäß traditioneller Strukturen errichtet.

Die Periode das Khanats Karabach trug zur Entwicklung der Architektur im XVIII. Jh. bei. Während der Herrschaft von Khan Penah und seinem Sohn Khan İbrahim wurden in Karabach große Werke errichtet. Um sich vor den ununterbrochenen militärischen Übergriffen zu schützen, hat Khan Penah mit den einheimischen Architekten und Baumeistern wichtige Burgen errichten lassen.
In dieser Zeit gab der bei den Khanen von Karabach als Wesir agierende Mirze Cemal Cavanşir in seinem Werk „Geschichte von Karabach“ interessante und umfangreiche Informationen über die Errichtung dieser Burgen. In der Ortschaft Kebirli von Karabach wurde zwischen 1747-1748 die Burg Bayat errichtet. Zwischen 1751-1752 wurde der Burg von Terneküasr ähnliche Burg Şahbulaq errichtet. An beiden Ufern des Qarqarçay-Flusses wurde die Burg Esgeran errichtet. Diese als „Burg Esgeran“ bekannte Mauern hat im XVIII. Jh. der Khan Penahali an der östlichen Grenze des Khanats errichten lassen. Die Derbent-Mauer war das nördliche Tor von Şirvan, die Festung Esgeran das Östliche von Karabach. Khan Penah hat wegen der Angriffe eine unbezwingbare Burg bauen. Schließlich ließ er zwischen 1756-1757 auf einem hohen Hügel die Burg Şuşa errichten. Dies war einer der besten Verteidigungsanlagen seiner Zeit. Şuşa war von 1757 bis 1822 die Hauptstadt das Khanats von Karabach.
Im XIX. Jh. wurde die Architektur von Karabach eher mit religiösen und kulturellen Gebäuden vertreten. In dieser Zeit waren neben Gebäuden auch Handelsgebäude sehr charakteristisch. Solche Gebäude wurden sowohl als Handelsinstitutionen, als auch als Werkstätten verwendet. Die Betriebe in Şuşa gehören dieser Art an.
In der ersten Hälfte des XIX. Jh. wurden in Karabach große Bauwerke errichtet. In dieser Zeit wurden in Aserbaidschan örtliche Architekturschulen mit traditioneller Neigung errichtet. Die äußeren Eigenschaften der Moscheen spielten bei der Unterscheidung der Architekturschulen von Gence-Karabach von den anderen Regionen in Aserbaidschan eine wichtige Rolle.
Die Region Karabach mit reichen nationalen architektonischen Bauwerken konnte die europäische Architektur nicht Fuß fassen und ging in den örtlichen Gegebenheiten unter. Mitte des XIX. Jh. entstand in Karabach eine eigene Architekturschule, deren bekanntester Vertreter Kerbelayı Sefihan Qarabaği war. Kerbelayı Sefihan blieb den örtlichen Traditionen treu und gründete den Komplex İmamzade in Berde neu (1868), ferner die Moschee in Ağdam (1868-70), die Aşağı-Moschee in Şuşa (1874-75), die Obere-Moschee oder Freitag-Moschee (1883) und regionale Moschee, in der Stadt Fuzuli die Hacı Elekber-Moschee (1890), die Moscheen Horadiz (1891-1908) und Koçahmetli (1906), die Oddesada Tatar-Moschee (1870), in Aşkabat „Karabach-Moschee“ (1880) u. a.
Die für Karabach neuen Bauwerke Fabriken, Lager, Häfen, Brücken, Bahnhöfe usw. trugen zur neuen Architekturweise für Karabach.
In den Regionen von Karabach in Aserbaidschan haben die architektonischen Bauwerke eine wichtige Stelle in der Architektur der Welt.