Asich Denkmal

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Aserbaidschan ist einer der ältesten Siedlungsstätten der Welt. Dies wurde von der in Karabach entdeckten Azıh-Höhle erneut bewiesen. Diese Höhle befindet sich 14 km von der Ortschaft Fuzuli entfernt. Der während archäologischen ausgegrabene Unterkieferfossil eines früheren beweist, dass in Aserbaidschan vor 350-4000 tausend Jahren Menschen gelebt haben. Dieser Mensch wird als „Azıh-Mensch“ bezeichnet und ist der 4. Fund auf der Welt. Hier wurden auch Spuren einer Lagerstätte von vor 700 Tausend Jahren gefunden. Die Spuren auf dem Kopf eines Bären weisen darauf hin, dass die Menschen an Zeremonien glaubten. Auch Werkzeuge aus Stein wurden hier gefunden. Mithilfe der Azıh-Höhle ist es möglich, umfassende Informationen über die Steinzeit von Aserbaidschan und vor allem Karabach zu erhalten.
Die Azıh-Höhle befindet sich an der linken Uferseite des Kuruçay-Flusses an den südöstlichen Hängen der Gebirgskette des Kaukasus, im Südwesten von Aserbaidschan. Die Höhle befindet sich im Gebiet der Ortschaft Fuzuli von Aserbaidschan. Leider wird diese aserbaidschanische Stätte, in der vor langen Zeiten Menschen lebten, seit 1993 von Armenien besitzt und es sind keinerlei Informationen über die momentane Lage der Höhle vorhanden.
Die Fläche der Azıh-Höhle beträgt 800 km2. Hier sind 8 Hallen mit einer Länge von bis zu 600 m vorhanden. Einige der Hallen sind 20-25 m hoch. Die Azıh-Höhle ist die größte der im Kaukasus entdeckten Höhlen.
Über die Azıh-Höhle gibt es nur sehr wenige Informationen auf der Welt, denn in der frühen UdSSR-Zeit wurde der Kontakt der einheimischen Wissenschaftler, die Forschungen zu dieser Höhle betrieben, mit ihren ausländischen Kollegen unterbunden. Aus diesem Grund ist über die Höhle im aserbaidschanischen Gebiet, in dem die ältesten Menschen lebten, immer noch wenig bekannt.
Auch wenn die Bevölkerung in der Region der Azıh-Höhle von der Existenz dieser Höhle weiß, hatten sie keinerlei Informationen über deren Geschichte. Ihnen nach lebten hier Drachen und andere magische Kreaturen. Deshalb hatten die Menschen Angst, sich der Höhle zu nähern.

1960 hat der aserbaidschanische Forscher Memmedeli Hüseynov mit einer Gruppe während einer Expedition die Höhle entdeckt. 1968 hat M. Hüseynov während Ausgrabungen in der Azıh-Höhle den Unterkiefer eines Neandertalers gefunden. Daraufhin wurde festgestellt, dass die Höhle 350-400 Tausend Jahre alt ist.
Einer der Backenzähne ist vollständig erhalten, die anderen sind abgebrochen. Die Wissenschaftler sind der Auffassung, dass es sich hierbei um eine 18-jährige Frau handelt. 18 Jahre waren damals schon sehr alt, denn Menschen wurden damals 20-22 Jahre alt. Nach Feststellung dieses wichtigen Befund wurde die Aufmerksamkeit auf die Azıh-Höhle gelenkt.
Kurze Zeit später wurden in der Höhle Werkzeuge aus der paläolithischen und mesozoischen Epoche gefunden. Es wird angenommen, dass diese Werkzeuge 1-1,5 Millionen Jahre alt sind. Den Experten zufolge befindet sich der Unterkiefer aus der Azıh-Höhle vom Alter her an vierter Stelle auf der Welt. Frühere Befunde wurden in Tansania, Kenia und Frankreich entdeckt. Dies beweist, dass Aserbaidschan unter den frühesten Siedlungen der Menschheit eine wichtige Rolle spielt.
Die Bewohner der Azıh-Höhle ernährten sich von der Jagd. Die 45 unterschiedlichen Tierknochen sind ein Beweis hierfür. Einige dieser Tiere sind bereits ausgestorben. Der Bär und der Reh, die gejagt wurden, sind die interessantesten unter den vorhandenen Tieren. Einigen Wissenschaftlern zufolge war der Bär für die Höhlenbewohner heilig. Die Wissenschaftler versuchen diese Auffassung mit nebeneinander gereihten Bärenschädeln in der Höhle zu beweisen und auch der Name der Höhle wird hiermit in Zusammenhang gebracht, denn in der alttürkischen Sprache bedeutet „Azıh“ – „Bär“.
Auch Feuerstellen wurden in der Azıh-Höhle entdeckt. Dies wurden mit Steinen erstellt. In der Höhle wurden 5 Feuerstellen entdeckt, die nicht nur zum Kochen da waren, sondern auch um das Feuer vor dem erlöschen und sich vor Tieren zu schützen. Am Rand einer dieser Feuerstellen befindet sich eine 30 cm breite halbmondförmige Wand. Der Grund war der Schutz der Fläche um das Feuer.
All dies legt Nahe, dass die ältesten Siedlungen der Welt sich in Aserbaidschan befanden.