Über die Musik instrumente

mushaq

Aserbaidschanischen nationalen Musikinstrumenten  haben die verschiedenen und reichen Arten. Die meisten von ihnen  wurde in den alten Zeiten geschaffen und sind  in der Gegenwart eingetroffen. Unserer Vorfahren haben von „ Qaval Stein“ der  6000 Jahre alt ist und in der Nähe der Felsenzeichen liegt ,als Schlaginstrument verwendet. Während des archäologischen Grabens wurde in allen Gebieten Aserbaidschans sowie in Karabach so viele verschiedenen Dinge, die auf den , die  verschiedene Musikinstrumenten geschildert  wurde, gefunden. Und  es zeigt uralte Geschichte der aserbaidschanischen Musikinstrumenten.

Laut der Einstufung von Forschern gibt es in Aserbaidschan 32-Saiteninstrumenten (davon 26 mit  mizrab, 4  mit Kaman, 2  mit Kleben wird gespielt), 23 sind Atem Instrumente, 16 sind Schlaginstrument und 17 sind Selbst lautende. Diese Musikinstrumenten sind ebenfalls in Karabach verbreitet. Sie sind Folgende:

Mundharmonie

Balaban

balaban

Eines der Blasinstrumente, das von Orchestern und Ensembles sehr oft gespielt wird, ist das sogenannte „Balaban“. Die Bezeichnung dieses manchmal auch als „Balaman“ bezeichneten Musikinstruments besteht aus den Wörtern „bala“ (klein) und „ban“ (aufgrund der Ähnlichkeit zu einem Krähen) und bedeutet „kleines Krähen“ (erstes, frühes Krähen).

Dieses Instrument hat einen weichen und traurig klingenden Klang und wird als Orchester- und Soloinstrument als Begleitinstrument eingesetzt.

Balaban wird aus dem Holz des Pfirsich-, Maulbeeren- oder Birnbaumes mit speziellen Geräten ausgehöhlt, bestimmte Pflanzenöle aufgetragen und lange Zeit getrocknet. Im oberen Teil des fertigen Instrumentenkörpers werden acht, im unteren Teil ein Loch gebohrt. Während dem Spielen werden diese Löcher mit Fingern beider Hände geöffnet und geschlossen.

Am oberen Teil des Balaban kommt ein abgeflachtes Mundstück zum Einsatz. Aus diesem Grund wird dieses Instrument auch „flaches Balaban“ genannt. Mit einem auf dem Mundstück angebrachten Teil werden die Höhe und der Akkord eingestellt.

Der Spieler holt tief Luft, sammelt diese in der Mundhöhle und bläst sie mit einer bestimmten Lippenbewegung in das Mundstück, regelt die Tonhöhe durch Schließen bzw. Öffnen der Tonlöcher.

Die Länge beträgt 280-300 mm, der Durchmesser 20-22 mm.

Die Töne des Balaban reichen von g- bis C-Moll. Je nach Begabung des Musikers kann diese auch ein paar Töne gesteigert werden.

Ney

ney

Die Ney ist eines der ältesten Musikinstrumente. Die Entstehungszeit liegt lange Zeit vor unserer Zeitrechnung. Unterschiedliche Arten wurden unter den Völkern des nahen und fernen Ostens und anderen Ländern der Welt verwendet.

Ebdülkadir Maraği, der berühmte Musiker des 14.-15. Jahrhunderts, berichtet in seinem Werk „Megasid el-Elhan“ (Der Zweck der Melodien) über die Existenz von zwei Arten – schwarzen und weißen Neys. Auch wenn die Ney mit ihrem wunderschönen Ton bis Anfang des 0ç Jahrhunderts vergessen war, findet sie in letzter Zeit immer mehr Anwendung.

Weiße Ney wird aus Schilfrohr hergestellt und hat eine Länge von 550-600 mm, einen Durchmesser von 20 mm. Im oberen Bereich gibt es fünf, im unteren ein Loch. Beim Blasen wird das enge Rohr aus Kupfer im Mundbereich zwischen die Vorderzähne gepresst, die Luft reingeblasen und mit der Zunge und den Lippen die Töne erzeugt. Mit teilweise oder ganzen Öffnen uns Schließen der Löcher können chromatische Töne erzeugt werden.

Moderne Ney werden durch ein 50 mm vom oberen Ende befindlichen Löcher angeblasen. Diemoderne Variante wird mit der Bezeichnung Fleyta in Orchestern gespielt. Heute wird die Fleyta in vielen östlichen Völkern nach ihren traditionellen Namen benannt. Mit der Ney ist es möglich, Tonarten, Leider und andere Musik zu intonieren.

Der Tonumfang der Ney umfasst das „c“ der ersten Oktave bis zum „g #“ der zweiten Oktave.

Pfeife

tutek

Die Tütek ist ein Musikinstrument, das früher von Hirten gespielt wurde. In verschiedenen Ländern sind verschieden Arten dieses Musikinstruments vorhanden. In Aserbaidschan wird dieses Instrument in kleinerer oder auch größerer Ausführung in Orchestern und Ensembles gespielt. Das Instrument hat einen weichen und bezaubernden Ton.

Der Körper hat eine rohrähnliche Form und wird im Allgemeinen aus Holz des Pfirsich-, Walnuss-, Maulbeerenbaumes oder Schilf hergestellt. Die Länge beträgt 280-300 mm, der Durchmesser 20 mm.

Im oberen Bereich befinden sich sieben, im unteren Bereich ein Loch. Im Mundbereich des Instruments wird ein seitlich angeschnittenes Mundstück aus Holz befestigt. Zwischen diesem Mundstück und dem Körper wird dann die Luft geblasen. Mit den Fingern werden die Löcher geöffnet und geschlossen und somit die Tonhöhe eingestellt.

Der Tonumfang reicht vom „b“ der kleinen Oktave bis hin zum „c“ der dritten Oktave. Erfahrene Musiker können auch ein paar Töne mehr spielen.

Zuma

zuma

Die Zurna (eine Art Oboe) hat einen kräftigen und hohen Klang und nimmt im kulturellen Leben von Aserbaidschan eine wichtige Stellung ein. Das Wort Zurna stammt aus dem Wort „Surnay“, wobei das Präfix sur – „Großes Fest“ und nay – „Roch“, „Schilf“ bedeuten soll.

Unterschiedliche Bauarten des Instruments ist unter den Völkern des mittleren Ostens und des Kaukasus weit verbreitet. In der Region Mingeçevir, wo sich die ersten Menschen angesiedelt werden, sind bei archäologischen Ausgrabungen vier Zurna aus Ziegenhorn entdeckt worden. Den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge waren diese aufwändig verarbeiteten Instrumente ca. dreitausend Jahre alt.

Dieses Instrument wird vor allem aus Pfirsich- (Aprikosen-) und Maulbeerholz hergestellt. Die allgemeine Länge beträgt 302-317 mm. Der Mundbereich ist 20 mm und wird nach unten hin zunehmend breiter und beträgt 60-65 mm. Der Tonumfang der Zurna beginnt bei „b-Moll“ der kleinen Oktave und reicht bis zum „c“ der dritten Oktave. Je nach Begabung des Musikers kann dies einige Töne höher ausfallen. Künstler nennen diese Noten als „Begleitende Töne“ bezeichnet.

Zurna wird vor allem in Hochzeiten gespielt. Dieses Instrument wird in die Arten „kara zurna“, „Arabi zurna“, „cüre zurna“, „Ecemi zurna“, „Kaba zurna“, „Şehabi zurna“ unterteilt. Es wird vor allem in Orchestern mit Blasinstrumenten verwendet. Volksinstrumente werden auch als Soloinstrumente in Orchestern genutzt. Ü. Hacıbeyov hat die Zurna in das Orchester der Oper“Köroğlu” eingebunden.

 

Instruments mit Drat

Kemenche

kamanca

Die Kemenche ist ein Streich- und Saiteninstrument. Unterschiedliche Arten sind unter den Völkern im Osten und dem mittleren Osten verbreitet. Die Nutzung dieses Instruments fand in Aserbaidschan in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts statt und hängt in Zusammenhang mit der Entwicklung der Kunst in adeligen Kreisen zusammen.

Die ersten Instrumente wurden aus Kürbissen und Kokosnüssen hergestellt und mit Elfenbein verziert. Es wird angenommen, dass die Kemenche mit einer oder zwei Saite aus dem Instrument Komuz abstammt. Kamança wurde in den klassischen Werken des Mittelalters verwendet. Seyid Ali, ein Mitglied der Tebriz-Schule des 16. Jh. hat in seinem Werk „Müzik Meclisi – Musikensemble“ die Instrumente Berbet, Def und Kemençe dargestellt.

In den Werken von Ebdülgadir Meraği sind zusammen mit anderen Instrumenten auch die Kemençe genannt und Informationen hierzu gemacht. Der deutsche Reisende E. Kempfer, der im 17. Jh. in Aserbaidschan unterwegs war, hat angegeben, dass die Kemençe drei und manchmal vier Saiten hatte und eine sehr schöne Klangfarbe hat.

Im letzten Jahrhundert gab es auch Kemençe mit drei, vier und sogar fünf Saiten.

Die Kemenche besteht aus einer Stange, die durch den Korpus, den Hals und den Kopf verläuft. Der Korpus, der Hals und der Kopf werden mit besonderen Werkzeugen aus Walnussholz hergestellt. Auf die vordere Seite des Korpus wird die Haut eines Fisches gespannt. Damit das Instrument besser klingt, ist die bestimmte Entfernung zwischen dem Hals und den Saiten wichtig. Die Länge des Instruments beträgt 700 mm, die Höhe des Korpus 175 mm, die Breite 195 mm.

Der Tonumfang reicht vom „a“ der kleinen Oktave bis zum „a“ der dritten Oktave. Die Noten für die Kemençe werden im G-Schlüssel geschrieben und transponiert einen Ton höher.

Saz

saz

Die Saz (eine Langhalslaute) wird mit einem Plektrum geschlagen. Die Saz ist ein untrennbares Instrument von Dichtern und Poeten. Die Saz ist ein Symbol der türkischen Völker und der türkischen Tradition.

Das Instrument steht in festem Zusammenhang mit der Dichtung und der Erzählung, ferner der Tanz- und dem Schauspiel der aserbaidschanischen nationalen Zivilisation schon seit jeher zusammen. Die Künstler der türkischen Völker wie Şaman, Gam, Oyun, Bahşı, Yanşag, Varsag und Ozan waren große Künstler dieses Instruments.

Die Kunst des Dichtens unterlag seit Jahrhunderten und Jahrstausenden großen Veränderungen und wurde zur poetischen Kunst; auf ähnliche Weise unterlag auch das Instrument Kopuz einer ähnlichen Wandlung und wurde zur „Saz“.

Die Saz nahm während der Zeit des Scheichs İsmayıl Hetai (16. Jh.) ihre heutige Form ein.

Die Saz aus Aserbaidschan verbreitete sich unter den türkischen Völkern und ist aus Sicht der Technik, des Klangs und der Akustik unstreitbar besser als viele andere Instrumente.

Der Korpus der Langhalslaute besteht aus Maulbeerholz, der Hals aus Walnussholz. Der Korpus besteht meistens aus ungerader Anzahl an „Rippen“ aus Holz (im Allgemeinen 9). Diese „Rippen“ kommen auf einen als „Würfel“ bezeichneten Teil, die den Hals und den Körper verbinden. Am Hals sind 16-17 Bände vorhanden. Die sogenannte „Tavar-Saz“ aus Aserbaidschan hat 9, manchmal 8 Saiten. Die kleinere „Koltuk-Saz“ 6, ab und an 7 Seiten. Die kleinere „Cüre-Saz“ hat 4-6 Saiten. Früher wurden die Saiten aus sehr hochwertigem Stahl hergestellt und in Silberwasser getaucht. Diese waren rostfrei und gingen nur selten zu Bruch.

Die Langhalslaute wird im Orchester, die Koltuk- oder Cüre-Saz als Soloinstrument gespielt. Die Saz wird im Allgemeinen mit einem aus Kirschenholz hergestelltem Plektrum geschlagen. Der Hals und der Korpus werden meistens mit natürlichem Perlmutt verziert.

Die als eigentliche Langhalslaute bezeichnete Tavar-Saz ist 1,200 mm lang, die Tiefe beträgt 200 mm.

Der Tonumfang der Saz geht vom „c“ der ersten Oktave bis zum „g“ der zweiten Oktave.

Tar

tar

Die Tar ist unter den Instrumenten in Aserbaidschan aus technischer und dynamischer Sicht eine der perfektesten Instrumente.

Der geniale Dichter Üzeyir Hacıbeyov schrieb über die technischen Möglichkeiten der Tar undd er akustischen Eigenschaft folgendes: „Die Tar ist das wertvollste und wichtigste Instrument der oriantalischen Musik.“

Das Wort „Tar“ kommt aus dem persischen und bedeutet Draht bzw. Band. Wie die anderen Instrumente hat auch die moderne Tar Vorgänger gehabt und unterlag Veränderungen.

Der Tar begegnen wir in den Werken von Gatran Tebrizi, Nizami Gencevi, Mehemmed Fuzuli u. a.

Die Instrumente „Dü tar“, „se tar“, “çahar tar“, „penç tar“ und „şeş tar“ sind Abwandlungen dieses Instruments. Ebdülgadir Meraği berichtete in seinem Werk „Megasid el-Elhan“ ausführlich über die Tar mit 6 Saiten.

Auch in mittelalterlichen Werken wird die Tar definiert. Im Ölgemälde von Ebu Gasım aus 1816 „Tar-Spielendes Mädchen“ ist in dieser Hinsicht interessant. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurden durch den Sohn von Mirze Sadıg Esed (Sadıgcan; 1846-1902) Änderungen hinsichtlich der Art und Form unternommen. Die Zahl der Saiten wurde von 5 auf 11 erhöht. Er änderte auch die Spielstellung des Instruments und verschob die Position von den Knien zur Brust.

Die moderne Art der Tar-Kunst wanderte im 20. Jh. intensivere Änderungen. Somit nahm das Instrument 1931 mit der Initiative von Ü. Hacıbeyov und M. Magomayev im mit Noten gespielten Orchester mit Volksinstrumenten eine Stellung ein. Die Schule von Ü. Hacıbeyov erhöhte die Möglichkeiten der Umsetzung der Tar.

Tar wird im Allgemeinen als Hauptinstrument der drei Instrumente (Tar, Kamança, Gaval) verwendet und spielt auch heute eine wichtige Rolle bei der ausgeübten Tonart. Die Solostücke im Orchester werden von der Tar begleitet. Komponisten aus Aserbaidschan haben umfangreiche Werke für die Tar geschrieben.

Tar ist hinsichtlich des Aufbaus anders als die anderen Saiteninstrumente und besteht aus dem Korpus, dem Hals und dem Kopf. Der Korpus der Tar wird aus Maulbeerholz, der Hals und der Kopf aus Walnussholz hergestellt. Die Länge beträgt 850 mm, die Höhe des Korpus 165 mm, die Breite 185 mm.

Am Hals sind 22 Bände vorhanden. Der Korpus wird mit Kalbshaut bespannt. Es hat 11 Metallsaiten unterschiedlicher Stärke und wird mit einem Plektrum aus Knochen oder Ebonit. Die Saiten werden in drei Klassen unterschieden:

  1. Weiße, gelbe und beige Saiten (je ein Paar).
  2. Stammsaiten (die eine starke Saite wird nur in einem Melodityp ausgeführt).
  3. Zeng-Saiten (zwei Paare).

Tar wird waagerecht auf Höhe der Brust gespielt. Mit dem Handgelenk der rechten Hand wird der Korpus an die Brust gepresst, die Saiten mit dem zwischen Daumen und dem Zeigefinger gehaltenen Plektrum geschlagen. Tar kann auch zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand gepresst und die von der rechten Hand geschlagenen Saiten können mit dem Mittel- und Ringfinger gespielt werden.

um technische und künstlerische Vielfalt zu erreichen, wird das Plektrum auf verschiedene Art und Weisen geschlagen. Es werden auch die Techniken der Plektrumstellungen unten, oben, oben-unten, unten-oben, rechts-links, oben-unten-oben und mittels Ziehen und Gleiten der Finger gespielt.

Der Musiker kann die Töne auch verlängern, indem er die Saiten schlägt und die Tar an der Brust fester drückt. Diese Zwischentöne werden auch als „Hum“ bezeichnet.

Für die Tar werden die Noten im „c-Dur“ im Mezzo-Soprano-Schlüssel geschrieben. Der Tonumfang reicht vom „c“ der kleinen Oktave bis zum „g“ der zweiten Oktave.

Schlagzog

Große kosh Trommel

bknagara

Die einer Trommel ähnelnde Nağara ist in einigen Gebieten auch als „Hochzeits-Nağara“ bekannt. Der Durchmesser ist um einiges größer als andere Nağara-Instrumente.

Die große Nağara wird niemals alleine gespielt. Im Allgemeinen wird Nağara zusammen mit der Cüre gespielt. Die technischen Möglichkeiten sind im Vergleich zu anderen Nağara eingeschränkt. Auch wenn die Nağara mit großem Takt vergessen wurden, finden Ausführungen immer noch Verwendung. Die Nağara wird gespielt, indem man durch Schläge an beiden Seiten mit zwei Trommelstöcken die Töne erzeugt werden. Solche Nağara werden nur im Freien gespielt.

Der Korpus wird aus hartem Holz in zylindrischer Form, die Seiten aus Fell hergestellt. Der Durchmesser beträgt im Allgemeinen 400-450 mm, die Höhe 500-550 mm.

Tef

def

Eines der Schlaginstrumente, das in der Entwicklung der nationalen Musikgeschichte eine besondere Stellung einnimmt. Die Orchester aus dem Mittelalter sind ohne die Tef undenkbar.

Das Instrument wird auch in der Miniaturkunst abgebildet und unter den Kombinationen Çeng-Ney-Tef, Berbet-Çeng-Ney-Def, Ney-Tambur-Def spielte die Tef stets eine wichtige Rolle.

An den Korpus werden vier Paar Schellen aus Kupfer befestigt. Dies gewährleistet die Klangfarbe des Schlaginstruments. Der Korpus besteht aus Walsnussbaum, die eine Öffnung wird mit Fischhaut überzogen. Der Durchmesser beträgt 250-260 mm, die Stärke 45-50 mm.

Heutzutage wird es selten verwendet.

Gaval

qaval

Die Gaval gilt als Schlaginstrument, das auf einer Seite gespielt wird. Dieses Instrument ist in Aserbaidschan weit verbreitet. In klassischen Werken und Miniaturen wird über dieses Instrument ausreichend berichtet. Gaval ist vielleicht das einzige Instrument, das bis heute seine Form bewahren konnte. Das Instrument wurde in der Hofmusik eingesetzt. In in vielen Ländern im Osten, z. B. in Aserbaidschan fanden unterschiedliche Arten Anwendung.

Auch wenn die Gaval ein Schlaginstrument mit einer Membrane ist, hat sie die Eigenschaften eines selbstklingenden Instruments. Die Metallringe am Korpus, die manchmal auch in Form von vier kleinen Glocken vorhanden sein können, werden geläutet und ein sich nicht wiederholender Tonklang erzeugt. Die Gaval wurde durch Ü. Hacıbeyov dem Orchester der Volksinstrumente als Hauptinstrument zugefügt und schrieb die ersten Noten.

Der Musiker hält die Gaval mit beiden Händen und spielt diese mit den Fingern. Dieses Instrument hat große Möglichkeiten bei der Tongestaltung.

Am Korpus, der aus Walnussholz hergestellt ist, werden 60-70 kleine Ringe aus Kupfer befestigt. Über die vordere Öffnung wird Fischhaut gespannt. Da die Fischhaut dünn und durchsichtig ist, ist deren Klang sehr bezaubernd. Die breite beträgt 60-75 mm, der Durchmesser 350-450 mm.

Koltuk Nagara (Achsel Trommel)

qnagara

Diese Art der Nagara wird im Allgemeinen zusammen mit der Zurna, Balaban und anderer Instrumente verwendet. Früher wurde an die Öffnung Wolfhaut gespannt.

Heute ist die Rolle der Koltuk Nagara in Ensebmles und Orchestern sehr groß. Nağara bedeutet im Arabischen „Schlagen“. Das Instrument wird mit beiden Händen und den Fingern gespielt. In einigen Folkloren wird es auch mit zwei Schlagstöcken eingesetzt. beim Spielen werden die sogenannten Methoden „Goşa Şapalag“, „Tremolo“, „Rel“ Und „Çırtma“ verwendet. Die Nagara hat eine sehr starke Tonlage und es ist möglich, unterschiedliche Töne damit zu spielen. Das Instrument wird im Freien gespielt. In der Folklore wird bei den Tänzen „Cengi“, „Yallı“ u. ä. Die Koltuk-Nagara verwendet. Der Korpus besteht aus Walnuss-, Aprikosenholz u. a. Holzsorten hergestellt. Die Höhe der zylindrischen Form beträgt 350-360 mm, der Durchmesser 300-310 mm.

Doppel-Trommel

qoshanagara

Die „Goşa Nagar“ (Doppel-Trommel  ) ist eines der am meisten verwendeten Musikinstrumente in der Volksmusik. Wie auch aus der Bezeichnung ersichtlich, besteht die Goşa Nağara aus zwei kleinen kelchförmigen Tommeln (Nağara). Ab und an wird es auch als „Goşa Dumbul“ bezeichnet.

Bei der Herstellung dieses Instruments uwrde früher Ton, später Holz und Metall verwendet. An die vordere Öffnung wird Kamel-, Kalb- oder Ziegenfell gespannt und mit Wirbeln aus Metall befestigt. Mit diesen Wirbeln wird das Instrument auch gestimmt. Goşa Nağara kann sowohl auf dem Boden, als auch auf einem besonderen Stativ platziert.

Da Goşa Nağara je nach Bedarf hergestellt wird, hat es auch unterschiedliche Dimensionen. Die Höhe beträgt im Allgemeinen 300-330 mm, der Durchmesser des großen Korpus 240-280 mm, der der kleinen 110-140 mm. Das Instrument wird in der traditionellen Musik, in Ensembles und Orchestern eingesetzt. Die Goşa Nağara hat eine eigenständige Tonart und wird manchmal auch als Soloinstrument gespielt.