Die Tragödie des Völkermords

Geschichte von Hocalı

xocalisoy

Hocalı ist eines der ältesten Siedlungsstätten von Aserbaidschan. Die Denkmäler dieser Ortschaft sind bis heute erhalten geblieben. In der Nähe der Ortschaft Hocalı sind Denkmäler aus dem 14. – 7. Jh. v. Chr. aus der Zivilisation Hocalı-Gedebey erhalten geblieben. Hier wurden Gedenksteine, Holzsarkophage, Schatullen, Grabhügel aus der letzten Bronzezeit und der ersten Eisenzeit gefunden. Außerdem befinden sich hier auch architektonische Denkmäler – runde Gräber (1356-1357). Während den archäologischen Ausgrabungen wurde Schmuck aus Stein, Bronze, Knochen, Gegenstände aus Ton usw. entdeckt. Auf einer gefundenen Perle steht der Name des assyrischen Herrschers Adadnerarin (807. – 788. v. Chr.).

Die Stadt Hocalı befand sich während der sowjetischen Epoche innerhalb der Grenzen der Kreisstadt Esgeran. Am 26. November 1991 wurde auf Basis der Kreisstadt Esgeran die Kreisstadt Hocalı gegründet.

Hocalı im Jahr 1992

Hocalı war gleichzeitig Zentrum der Kreisstadt. Die Einwohnerzahl betrug 7000 Personen. Hocalı liegt 10 km südwestlich von Hankendi, in der Nähe des Berges Karabach auf der Straße Ağdam-Şuşa, Esgeran-Hankendi. In Hocalı befindet sich 1 Klinik, 54 Kulturhäuser, Weberei, 2 Gymnasien und 2 Oberschulen. In Hocalı befand sich der einzige Flughafen von Karabach. Das Volk von Hocalı beschäftigt sich im Allgemeinen mit Weinbau, Viehzucht, Imkerei und Landwirtschaft.

Nach den Ereignissen 1988 in Fergane (Usbekistan) ließen sich 54 türkische Ahıska-Familien, ferner einige aserbaidschanische Familien, die aus Armenien und Hankendi ausgeschoben wurden in Hocalı nieder.

Hauptziel – Hocalı

Aufgrund der strategischen Lage im Karabach-Krieg befand sich Hocalı im Blickpunkt der Armenier. Auch der einzige Flughafen von Karabach ließ die Bedeutung von Hocalı steigen. Die Lage von Hocalı auf den Verbindungsstraßen Ağdam-Şuşa, Esgeran-Hankendi ließ diese Ortschaft zur Zielscheibe werden. Später haben die Armenier zugegeben, dass mit der Auslöschung von Hocalı die Räumung der Strecke Esgeran-Hankendi und die Einnahme des Flughafens bezweckt wurden.

Der zweite Grund war die Tatsache, dass sich Hocalı auf einem historischen Gebiet befand. Die aserbaidschanischen Denkmäler in der Nähe von Hocalı aus dem 14. – 7. Jh. v. Chr. der Hocalı-Gedebey Zivilisation und die anderen Denkmäler waren der Grund, weshalb Armenier diese historischen Spuren verwischen wollten.

Der Angriff auf Hocalı

xocalisoy1

In der Nacht des 25. zum 26. Februars 1992 haben bewaffnete armenische Einheiten mit Unterstützung der während der Zeit der UdSSR in Hankendi (Stepanakert) befindlichen gepanzerten Fahrzeugen der 366. motorisierten Division und der Soldaten einen Angriff auf Hocalı begonnen. Vor dem Angriff wurde die Stadt ab dem Abend des 25. Februar unter Beschuss durch Kanonen und Panzern genommen. In der Stadt kam es zu Bränden und bis um 5 Uhr morgens des 26. Februars wurde die Stadt in ein Flammenmeer verwandelt. Ungefähr 2500 Einwohner, die sich zu dieser Zeit in der Stadt befanden, mussten die Stadt verlassen, in der Hoffnung, das Zentrum der Kreisstadt zu erreichen. Doch die bewaffneten armenischen Einheiten und die gepanzerte Division begannen das Zivilvolk zu töten. Die Armenier haben ferner die gefangenen Menschen erniedrigt und sie getötet. Sie haben ihre Köpfe und andere Organe vom Körper getrennt, die Augen von Kindern herausgerissen, schwangeren Frauen den Bauch aufgeschlitzt, die Babys herausgenommen und getötet. Die Armenier haben während diesen Angriffen verbotene Munition Kaliber 5,45 und chemische Mittel eingesetzt.

Aufgrund des Genozids kamen 613 Menschen um.

Davon waren:

63 Kinder

106 Frauen

70 alte Menschen.

Acht Familien wurden komplett ausgelöscht.

25 Kinder wurden zu Vollwaisen.

130 Kinder wurden zu Halbwaisen.

487 wurden verletzt.

Davon waren:

76 Kinder.

1275 Personen wurden gefangengenommen.

150 Personen werden vermisst.

Der Schaden des Staates und der Bevölkerung belief sich 01.04.1992 auf 5 Milliarden Rubel.

Diese Zahlen legen dar, dass dieser Angriff der armenischen SSR, geduldet durch die Regierung der UdSSR, zwecks Vereinigung der Autonomen Region von Bergkarabach mit der armenischen SSR, was eigentlich teil der Aserbaidschanischen SSR ist und der blutigste Teil des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan ist, was 1988 begonnen hat.