Karabachische Teppiche

xalcha

Die Teppichkunst von Karabach als ein Zweig der aserbaidschanischen Teppichknüpferei beinhaltet 33 Kompositionen. Diese Teppiche unterscheiden sich hinsichtlich der Lebensfreude und der glänzenden Farben. Diese werden in vier Arten unterteilt: Medaillon, mit Medaillon, Gebetsteppiche und mit Themen.
Di Teppichschule von Karabach im Südwesten von Aserbaidschan waren in zwei Gebieten, in Bergregion und Talregion sehr entwickelt.
Bei der Teppichherstellung im XIX. Jh. spielten die Städte Şuşa und Daşbulaq und die Dörfer Dovşanlı, Rehine, Trniviz, Çanaxça, Tuğ, Tuğlar, Hadrut, Muradxanlı, Kasımuşağı, Kelbecer, Kozağ, Mirseyid, Bağırbeyli, Hanlık, Dağ Tumas eine Rolle. In der Talregion spielen die Ortschaften Cebrail, Ağdam, Berde und Fuzuli im Vergleich zur Bergregion ohne Zweifel hinsichtlich der Rohstoffe eine wichtige Rolle. In jedem dieser Zentren waren Dörfer vorhanden, die in intensiver Weise Teppiche knüpften. Auch Teppichzentren in Zengezur und Nachitschewan gelten hinsichtlich der Kunstart, technologischen Eigenschaften und Farben als Beispiele der Teppichschule von Karabach. Die Teppichkompositionen “Aran”, “Bağçadagüller”, “Fisch”, “Kornea”, “Berde”, “Ferhat Sarıkaya’ya”, “Karabach”, “Greis”, “Qasımuşağı”, “Lemberani”, “Muğan”, “Talış”, “Lempe”, “Malıbeyli”, “Hanqervend”, “Khanat”,”Hantirme”, “Çelebi”, “Şabalıdbuta” u. a. sind klassische beispiele der Teppichschulevon Karabach.
Teppichknüpferei mit Themen hatte eine eigene Entwicklung in der Teppichschule von Karabach. Bei der Definition der westeuropäischen Farbenpracht freie Teppichart legten die dekorativen Eigenschaften der Psychologie des Volkes und der immerwährenden Kunstprinzipien dar. Die wissentliche Aufgabe der Motive und die Stärkung der Symbolik und der Ereignisse im Leben waren die Charakteristika der Teppiche von Nordaserbaidschan und vor allem von Karabach.

Kornea
Die Teppiche der Gattung «Kornea» gehören der Karabach-Art an. Diese werden in unterschiedlichen Teppichzentren von Bergkarabach hergestellt. Die Teppichkünstler von Karabach bezeichnen den Teppich der Gattung «Kornea» wie früher als «Horadiz».

Fisch
Die Teppiche dieser Gattung der Karabach-Art sind weit verbreitet. Diese sind im Norden unseres Landes als «Fisch», im iranischen Aserbaidschan als “Moxi» bekannt. Obwohl der «Fisch»-Teppich in allen Teppichzentren von Karabach hergestellt wird, ist das eigentliche Herstellungszentrum die Stadt Berde. Das Motiv erinnert an einen «Fisch», weshalb die Teppichkünstler diese Komposition als «Fisch» bezeichnen.

Karabach
Die unter dem Namen “Karabach” bekannten Teppiche werden überall in Aserbaidschan hergestellt und werden bis heute hergestellt. In Abhängigkeit von der Produktionsstätte wird dieser Teppich unterschiedlich bezeichnet, doch Künstler nennen diese Teppiche «Karabach». Diese im XIX. Jh. zwecks Verkaufs auf dem markt von Istanbul in Şuşa hergestellten Teppiche wurden als «Khan» oder «Khan Karabach” bezeichnet.

Khanat
Khanat ist die bekannteste Fabrik der aserbaidschanischen Teppichherstellung. Die hier hergestellten Teppiche haben eine künstlerische Schönheit und werden aufgrund ihrer hohen Eigenschaften bevorzugt. Die im XIX. Jh. in Cibril, vor allem in den Dörfern Mirzecanlı, Efendiler, Daşkesen, Süleymanlı hergestellten Teppiche waren viel schöner als die für den Weltmarkt exportierten Teppiche.

Kasımuşağı
Die Bezeichnung der Teppichart «Kasımuşağı» wird in Zusammenhang mit der Bevölkerung der nördlich der Provinz Laçın befindlichen Dörfer Şamkend, Erikli, Kurtaslı, Çorman und Aşık in Zusammenhang gebracht. Kasım war hier eine ehrenwerte Person. In diesen Dörfern wurden bis vor kurzem sehr vielfältige Teppiche hergestellt.

Ferhat Sarıkaya’ya
Der Name dieses Teppichs wird in Zusammenhang mit dem Dorf Ferhat Sarıkaya in der Ortschaft Fizuli in Zusammenhang gebracht. Der Teppich «Behmenli» hat in der Mitte ein oder zwei Figuren. gemäß den Annahmen großer Teppichkünstler waren diese Figuren «Statuen», «Grill» oder «Canq» (penje), die anderen definieren die Art Sanaglıbağanı.

Muğan
Dieser Teppich gehört der Şirvan-Gruppe an. Die technische Seite der Karabach-Art. Unter den Teppichknüpfern wird dieser Teppich “Alte Stickerei» bezeichnet und hat gemischte Muster als Dekoration.

Nachitschewan
Diese Teppiche werden in den Teppichzentren von Nachitschewan wie die Dörfer Noraşen, Şahbuz, kolanı und in Culfa und Ordubad hergestellt. Die Teppiche aus der Region Nachitschewan sind inhaltlich unterschiedlich und alle wurden unter dem Namen «Nachitschewan» vereint.

Çelebi
Diese Teppiche wurden zum ersten Mal im Dorf Çelebi hergestellt. Die Muster der «Çelebi»-Teppiche wurden in diesem Dorf hergestellt und vereinheitlicht, später in Berg-Karabach, Aranda, ab dem XIX. Jahrhundert im Teppichgebiet von Kazak.

Beruf eines Schmiedes

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In Karabach, dem Teil von Aserbaidschan, sind reiche Eisenvorkommen vorhanden, die seit sehr langen Epochen als Rohstoff bei der Entwicklung der Schmiedekunst eine wichtige Rolle spielten.
Bei der Herstellung von Schmiedewaren in Karabach mittels einfacher Produktionsmethoden wurde Balg verwendet. Trotz der Verschwendung von Brennstoff in Karabach und der unwirtschaftlichen Umstände bei der Eisenproduktion wurde durch Schmelzen und der Schmiedekunst hochwertiger Eisen gewonnen. Aus diesem Grund waren Produkte aus einheimischem Eisen aus Sicht der Festigkeit und der Beständigkeit unterschiedlich.
Ab der zweiten hälfte des XIX. Jh. spielte Baku in Karabach aus Sicht der Verkaufsstellen und Rohstoffe eine wichtige Rolle. Mit Hilfe der Geschäftsleute von Baku konnten die Schmiede von Karabach Rohstoffe und geschmiedete Metallreserven erhalten.
In der Vergangenheit wurde der Mangel an Stahl in Karabach spürbar. Da vor allem Stahl sehr schwer zu erhalten war, wurde es sparsam verwendet. Bei der Herstellung von Waffen (Dolche, Schwerter) wurde damals der Mangel von Stahl sofort ersichtlich.
In der Region Karabach wurde meistens mit Stahl gemischtes Eisen verwendet. Dafür mussten unterschiedliches Eisen und Stahl miteinander geschweißt werden.
Wie in den anderen Regionen auch befanden sich in Karabach wie die anderen Geschäfte die Schmiede auf dem Marktplatz oder in der Karawanserei. Die Schmiede waren in der Regel sowohl Hersteller, als auch Verkäufer.

Die meisten Geräte für Haus und Landwirtschaft in Karabach, vor allem Schneidwerkzeuge (Äxte, Sensen, Sichel, Messer, Säge u. ä.) in der Regel aus einem Stahl-Eisen-Gemisch hergestellt. Zu diesem Zweck wurde vor allem die Schmiedetechnik verwendet. Um Schneidewerkzeuge herzustellen, wurde Stahlgemisch vorbereitet. Aus Sicht der Eigenschaften wurde dieses Gemisch als “Schmiedeeisen” bezeichnet.
Die einfachste und älteste Art in Karabach Stahl-Eisen-Gemisch herzustellen, war die Schweißtechnik.
Die Schmiede von Karabach haben nach Jahrhunderte langer Erfahrung nach Versuchen die Eigenschaften der Metalle analysiert und erlernt, verbesserten ihre Herstellungstechniken und stellten immer perfektere Gegenstände her. Auch wenn das Schweißen in der Schmiedetradition von Karabach eine wichtige Rolle spielte, hing die Herstellung von Gegenständen aus Eisen, vor allem von Schneidwerkzeugen mit einigen Technologischen Prozessen in Zusammenhang. In Abhängigkeit vom Produkt wurden unterschiedliche Methoden angewandt.
In der Vergangenheit stellten die Schmiede von Karabach neue Produkte her und reparierten auch abgenutzte Gegenstände. Auch die Art der Reparatur hatte ihre eigene Art und Weise. Im Allgemeinen wurden dicke Gegenstände (Axt u. ä.) mit besonderen Methoden repariert.
Als Herstellungszentren unterschieden sich das Dorf Hocavend der Ortschaft Cebrail, die Ortschaft Ağdam in Şuşa. Im Allgemeinen waren die Schmiede in Aserbaidschan in der Stadt hinsichtlich der Vielzahl der Produkte schon früh auf einem hohen Niveau angelangt. Im Vergleich zu anderen Schmieden war Şuşa unter den Städten von Aserbaidschan sehr wichtig.

Keramik

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Die Keramikkunst hat in Aserbaidschan und dessen historischer Region Karabach eine weite Geschichte und bewahrte ihr Bedeutung auch heute auf. Die Experten nehmen an, dass diese Kunst während des Neolithikums entstanden ist.
Ab Ende des Mittelalters stieg die Keramikkunst in Karabach auf den Höhepunkt.
Archäologische Ausgrabungen in Karabach legen dar, dass im IX. und XIII. Jh. die Keramikkunst sich als Kunstform vollständig entwickelt hat. Die in dieser Zeit hergestellten Tongefäße sind aus Sicht der Herstellung und der Vorbereitung und der Verzierung im Vergleich zu früheren und späteren Epochen auf einem sehr hohen Niveau.
Im Mittelalter häufte sich die Herstellung in Karabach um 3 Gruppen – Gefäß mit und ohne Glasur und Baumaterial. Die Herstellung ohne Glasur erfolgt bei Gefäßen wie Krüge, Töpfe, Tongefäße, Wasserkrüge, Gießkannen, Geschirr, Milchkrüge u. ä. Auf diesen Gefäßen kam die Anwendung der Dekorationen gemäß der hergestellten Zeit zustande.

Zwischen dem XVI. und XVII. Jh. wurde in unterschiedlichen Städten von Aserbaidschan in Zusammenhang mit der hohen Entwicklung der Baukeramik, vor allem in der Region Karabach diese beim Bau von Palästen, Karawansereien, Hammam weitgehend verwendet.
Zwischen der zweiten Hälfte des XVIII. Jh. und Anfang des XIX. Jh., während der Zeit des Khanats Karabach ist es möglich, dass die Keramik eher in Häusern verwendet wurde. Die während der Zeit der Khanate nahm die Produktion von Wassergefäßen mit großem Volumen, Krüge eine wichtige Rolle ein. Die Keramikmeister von Karabach stellten unterschiedliche Tongefäße her. Die Keramikprodukte wurden ihren Feststellung zufolge in einige Gruppen unterteilt. Darunter befanden sich Wassergefäße, Teller, Milchkrüge, Gefäße zum Heizen und Beleuchten der Wohnungen. Es gab Gefäße zum Einfüllen von Wasser für den täglichen Gebrauch (Krüge, Gläser, Kannen), zum Aufbewahren und es auf dem Tisch zu verwenden (Krüge, Wasserkrüge, Eimer), ferner um sich zu waschen (Gießkannen u. ä.).